Zur Risikobeurteilung im Bereich des Naturgefahrenmanagements wird auf hochaufgelöste Gefährdungskarten zurückgegriffen. Die hochaufgelösten Risikokarten für gravitative Gefahren und für den Oberflächenabfluss werden rege genutzt. Bei Sturmgefahren existiert lediglich eine Gefährdungskarte mit einer Auflösung von 3 km. Windströmungen und damit auch Starkwindereignisse hängen sehr stark von der kleinräumigen Topografie und der Oberflächenbeschaffenheit ab. Um die Exposition von Gebäuden und damit das Schadenpotenzial systematisch abschätzen zu können, ist die bestehende Karte zu wenig detailliert.
Die Präventionsstiftung wollte zusammen mit dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein SIA und der Gebäudeversicherung Bern GVB herausfinden, ob eine hochaufgelöste Sturmgefährdungskarte entwickelt werden könnte.
Das Projekt zeigt erfolgreich auf, dass bei der hochaufgelösten Sturmmodellierung Resultate mit guter Genauigkeit erzielt werden können. Der notwendige Aufwand ist jedoch erheblich. Um zukünftig das Schadenpotenzial des Gebäudebestands systematisch abschätzen und gezielte Schutzmassnahmen sowie Beratungen für Kunden zu ermöglichen, sind hochaufgelöste Sturmgefährdungskarten unerlässlich.
Die entwickelten Verfahren zur Modellierung eignen sich dabei unter anderem als ein Baustein für die Erstellung einer flächendeckenden Sturmgefährdungskarte für die ganze Schweiz und für die detaillierte Berechnung von erwarteten Windbelastungen einzelner Gebäude.
Schlussbericht