Mit dem Klimawandel werden Starkniederschläge intensiver und häufiger. Extreme Niederschläge können innert kürzester Zeit enorme Wassermengen bringen und schnell ganze Gebiete überschwemmen. Dabei treten Starkregenereignisse in der gesamten Schweiz auf. Für die Planung von Gebäudeschutzmassnahmen und der Siedlungsentwässerung ist die Berechnung von Extremniederschlägen ein wichtiges Thema. Bisher konnten Niederschläge allerdings nur ab einer Dauerstufe von 10 Minuten und höher zuverlässig bestimmt werden. Die Klimagrundlagen sollen deshalb um detailliertere Daten erweitert werden.
Es sollten qualitativ hochstehende Datensätze zu Extremniederschlägen der Dauerstufen 2, 5 und 10 Minuten mit unterschiedlichen Wiederkehrperioden erarbeitet werden. Die Resultate ergänzen die bestehenden Klimagrundlagen und Extremwertstatistiken und sollen in der Überarbeitung der Norm SN 592000 «Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung» berücksichtigt werden.
Die neuen Klimagrundlagen und die öffentliche Bereitstellung der Daten dienen nicht nur der Siedlungsentwässerung, sondern unterstützen die Kantonalen Gebäudeversicherungen auch bei der Prävention von Gebäudeschäden, da bei der Planung von Bauten die nötigen Schutzmassnahmen genauer bestimmt werden können.
Klimatologische Einordnung extremer Niederschläge für die Normierung
Hydrologischer Atlas der Schweiz