27. Januar 2026

Hochaufgelöste Simulation des Winddrucks in ländlichen und städtischen Gebieten

In der Schweiz hängen die Winde mit grossräumigen Strömungen zusammen und werden stark von der komplexen Topografie des Landes beeinflusst. Sie weisen daher erhebliche räumliche Schwankungen auf. Die SIA-Norm 261 legt anhand einer Karte die Mindestwerte für den Staudruck fest, dem Fassaden standhalten müssen. Die Karte wurde mit einem Raster von 2 Kilometern erstellt, allerdings ohne Extremereignisse mit einzubeziehen. Das Modell neigt dazu, die Stärke extremer Winde zu unterschätzen, wie anhand des Sommersturms 2023 in La Chaux-de-Fonds aufgezeigt werden kann.

Im Rahem des Projektes wurde eine leicht zu bedienende Desktop-Anwendung entwickelt, mit der sich der dynamische Winddruck für ländliche und städtische Gebiete in der Schweiz unter verschiedenen Wetterbedingungen simulieren und visualisieren lässt. Sie soll Expertinnen und Experten für Bauwesen und Raumplanung eine detailliertere Kartierung der dynamischen Windlasten ermöglichen. Die Anwendung berücksichtigt die Topografie, die Bebauung, die Bodenbeschaffenheit sowie Wetterdaten und berechnet den Staudruck mit einer Rasterweite von bis zu einigen Metern für ein definiertes Szenario.

Mit der Anwendung sollen Gebäude identifiziert werden können, bei denen die SIA-Normwerte überschritten werden und somit erhebliche Gebäudeschäden entstehen könnten.

Schlussbericht