Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG)
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Forschung

Unsere Stiftung lässt Grundlagen zur Prävention von Gebäuden vor Schäden durch Naturgefahren erarbeiten. Sie unterstützt insbesondere Forschungsprojekte.

11. Ausschreibung: Vergleichsstudie nach den Unwettern 2021

In den Sommermonaten 2021 haben sich in der Schweiz zahlreiche Unwetter ereignet. Diese haben in grossen Teilen der Schweiz zu erheblichen Schäden geführt.

Der Schutz vor drohenden Naturgefahren wurde nach den Grossereignissen von 2005 und 2007 verstärkt angegangen. Die vielen Flächenschutz-Massnahmen der öffentlichen Hand, die Objektschutz-Massnahmen der Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV), aber auch jene der Hauseigentümer haben Wirkung gezeigt und die Schadenlast reduziert. Dies obwohl die Kräfte der Natur in vielen Fällen grösser waren als bei der Dimensionierung der Schutzmassnahmen angenommen wurde bzw. werden konnte. Ohne diese Massnahmen ist davon auszugehen, dass die Unwetter im Sommer 2021 in der Schweiz noch deutlich höhere Schäden verursacht hätten.

Die 11. Ausschreibung der Präventionsstiftung soll eine Aussage zu den Ereignissen im Sommer 2021 im Vergleich zu jenen der letzten 20 Jahren machen. Sie soll zudem eine summarische Vergleichsstudie zwischen den drei Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz umfassen. Es soll aufgezeigt werden, ob die Schweiz in Bezug auf die verursachten Schäden weniger hart getroffen wurde als andere Länder. Die verschiedenen Naturgefahrenprozesse sind hierbei zu unterscheiden.

Ausschreibungstext zur 11. Ausschreibung Vergleichsstudie nach den Unwettern 2021

 

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Stiftungszweck

Am 20. Juni 2003 erfolgte der Eintrag ins Handelsregister Bern-Mittelland. Der Stiftungszweck lautet im Original:

«Förderung der Erforschung, Analyse und Koordination des integralen, gebäudebezogenen Risikomanagements im Bereich Naturgefahren und Kommunizierung derer Erkenntnisse. Die Stiftung soll ein Kristallisationspunkt für Wissenserwerb und -vermittlung im Bereiche des gebäudebezogenen Risikomanagements von Naturgefahren und Elementarschäden unter Einschluss des Erdbebenrisikos werden. Sie initiiert und koordiniert Forschungs- und Umsetzungsprojekte im Rahmen des Stiftungszwecks durch Erteilung und Unterstützung von Forschungsaufträgen, Auslobung von Preisen und ähnlichem. Sie schafft die Möglichkeit zur Ausarbeitung von Forschungsarbeiten wie Lizenziats- und Diplomarbeiten, Dissertationen, Postgraduated Studien und Habilitationsschriften und kann diese finanziell unterstützen.»

Förderkriterien

Die Stiftung fördert Projekte unabhängiger Einzelpersonen, Personengruppen oder Körperschaften des privaten oder öffentlichen Rechts (z. B. Hochschulen, Fachhochschulen, Forschungsanstalten, Verbände und Unternehmen). Als Finanzierungsrahmen stellt die Stiftung jährlich rund eine Million Franken zur Verfügung.

Anträge werden nach folgenden Auswahl- und Förderungskriterien beurteilt:

  • Kongruenz mit Stiftungsziel und -zweck
  • Qualitative Beurteilung: Zielsetzung, Innovationsgehalt, Methodik, Planung
  • Beurteilung der finanziellen Rahmenbedingungen und des volkswirtschaftlichen Nutzens
  • Umsetzungsmöglichkeit
Jordi Martin
Geschäftsbereichsleiter Elementarschaden-Prävention und Geschäftsführer der Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherungen
+41 31 320 22 84