Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG)
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Ziele & Aufgaben

Die Kantonalen Gebäudeversicherungen haben ein gemeinsames Ziel: Prävention zur Verhinderung von Schäden. Die im Jahre 2016 neu geschaffene Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) unterstützt die Gebäudeversicherungen in ihren kantonalen Kernaufgaben: Prävention, Intervention und Versicherung. Die drei Bereiche bilden ein einmalig starkes Schutzsystem. Ihre Mitglieder vertritt die VKG national und international – engagiert, gemeinschaftlich und vorausschauend.

Eidgenössisch anerkannte Ausbildungen

Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) führt in den Bereichen Brandschutz und Elementarschadenprävention diverse Zertifikats- und eidgenössische Prüfungen durch. Das vielfältige Ausbildungsangebot der VKF ist einerseits eine Chance, sich fundierte Grundkenntnisse in spannenden Berufsfeldern anzueignen. Andererseits können bereits erworbene Kenntnisse vertieft und erweitert werden.

Berufliche Weiterentwicklungen

Durch moderne Bauweisen und neue Technologien wurde der Brandschutz im Verlauf der letzten Jahre immer komplexer. Konsequenterweise stiegen dadurch auch die Anforderungen an die Brandschutzverantwortlichen. Um die Qualität des Brandschutzes weiterhin zu gewährleisten und kontinuierlich zu optimieren, bietet die VKF die Ausbildung Brandschutzfachmann bzw. -fachfrau und Brandschutzexperte bzw. -expertin mit eidgenössischem Diplom an. Das Angebot wird im Bereich der Elementarschadenprävention mit dem VKF-Zertifikat „Fachperson Gebäudeschutz Naturgefahren“ abgerundet.

Wirksamer Brandschutz

Die Schweiz hat im Brandschutz einen der höchsten Sicherheitsstandards weltweit. Entsprechend verzeichnet die Schweiz – nach Singapur – am wenigsten Brandtote. Dies ist massgeblich auf die Schweizerischen Brandschutzvorschriften zurückzuführen. Diese hat die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen erarbeitet. Mit dem effizienten Vollzug durch die Kantonalen Gebäudeversicherungen liess sich in den letzten 30 Jahren die Schadenquote um über 50 % reduzieren. Eine tiefe Schadenquote bedeutet günstigere Prämien.

Durchdachte Naturgefahrenprävention

Naturgefahren wie Hagel, Sturm, Lawinen und Überschwemmung führen jährlich zu Schäden in Millionenhöhe. Sie zerstören unbezahlbare persönliche Kostbarkeiten und gefährden Menschenleben. Jede Bautätigkeit – egal ob Neubau oder Renovation – ist eine ideale Gelegenheit, um Gebäude widerstandsfähig auszugestalten. Denn frühzeitig in die Planung einbezogen, lässt sich ein guter Schutz einfach und kostengünstig realisieren. Die Kantonalen Gebäudeversicherungen engagieren sich stark für die Elementarschadenprävention und bieten Fachberatungen sowie finanzielle Unterstützung an. Gemeinsam entwickelte Präventionsprodukte wie Hagelschutz, Hagelregister, Wetter-Alarm, www.schutz-vor-naturgefahren.ch schützen effizient Gebäude.

Risikobasiertes Geschäftsmodell

Bei der Beurteilung von Risiken bedienen sich die Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) modernster Methoden und Instrumente. Das Schadenpotenzial schwankt von einer KGV zur anderen erheblich. Nach einem Katastrophenereignis bleibt es den KGV verwehrt, auf Rekapitalisierungsinstrumente zurück zu greifen. Die KGV verfügen weder über kantonale Staatsgarantien noch haben sie nach einem Katastrophenereignis die Möglichkeit, neue Investoren bzw. neues Kapital zu beschaffen. Das Geschäftsmodell der KGV muss zu jedem Zeitpunkt auf einen nachhaltigen Betrieb ausgerichtet sein. Deshalb bedarf es entsprechender Reserven und einer durchdachten Rückversicherungslösung mit dem Interkantonalen Rückversicherungsverband.

Gemeinsam stark in der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen

Um Synergien zwischen den Kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) zu nutzen, arbeiten die KGV im Rahmen der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) solidarisch zusammen. Dieser Austausch trägt dazu bei, ihren Kunden eine optimale Dienstleistung zu günstigen Preisen anzubieten. Die Zusammenarbeit schafft zusätzlich eine gemeinsame Identität. Sie positioniert die KGV-Gemeinschaft auf dem Markt und stärkt damit das System des „dreifachen Schutzes“ auf lange Zeit. Mit der vermehrten Einbindung politischer Vertreter und anderer Interessengruppen wird die Einflussnahme auf nationaler und internationaler Ebene als Branchenverband gefördert.

Deckungslücke bei Erdbeben

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenpotential in der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Die Schweiz ist ein Land mit moderater Erdbebenaktivität. Sie weist jedoch ein hohes Erdbebenrisiko auf. Dies ist durch die dichte Besiedlung und die Wertekonzentration bei gleichzeitig hoher Verletzbarkeit bedingt. Zur Bewältigung der Folgen eines Erdbebens ist eine schweizerische obligatorische Versicherungslösung die beste Absicherung. Die rasche Verfügbarkeit von genügend finanziellen Mitteln und einer Schadenorganisation sind unerlässlich, damit die Wiederaufbauarbeiten sofort an die Hand genommen werden können. Dank der schweizweiten Solidarität und der Mitfinanzierung des Bundes wäre eine Deckung zu moderaten Prämien möglich.

Schweizweite Erdbebenversicherung

Aktuell entwickelt sich das Projekt einer schweizweit obligatorischen Erdbebendeckung kaum weiter. Um gleichwohl auf eine Katastrophe vorbereitet zu sein, führen 17 Gebäudeversicherungen seit vielen Jahren gemeinsam und freiwillig den Schweizerischen Pool für Erdbebendeckung (SPE). Mit den finanziellen Mitteln könnte zumindest ein Teil der Gebäudeschäden betroffener Kantonsgebiete beglichen werden. Der SPE ersetzt jedoch nicht eine Erdbebenversicherung. Da der Gebäudeeigentümer keine Prämien bezahlt, besteht keine Leistungsgarantie.